Innovativ seit 140 Jahren

Der britische Chemiker William Henry Perkin präsentiert 1856 der Öffentlichkeit eine revolutionäre Erfindung: Eine Methode zur synthetischen Herstellung der sogenannten Anilinfarben. Damit wird die Welt schlagartig farbiger. Im Vergleich zu den bisher benutzten Naturfarben lassen sich weit mehr Farbtöne erzeugen, die brillanter und haltbarer sind und mit denen – das wird die Geschäftsidee der Firmen Brauns und Heitmann – auch zu Hause gefärbt werden kann.

1856

Das Deutschen Reich wird gegründet und es entsteht ein großes, zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet mit guten Handelsbedingungen. Rückblickend wird diese Zeit unter dem Begriff „Gründerjahre“ in die Geschichte eingehen.

1871

Der Apotheker Wilhelm Brauns stellt Stofffarben für die Hausfärberei her. Sie finden reißenden Absatz und deshalb beschließt er bereits Ende der 1870er Jahre, sich ganz den Farben zu widmen. Er nimmt Abschied von der Apotheke in Brome (heute Landkreis Gifhorn) und zieht nach Quedlinburg. Dort baut er mit seinem späteren Teilhaber Dr. Josef Weller eine Anilinfarbenfabrik auf.

1874

Brauns produziert ein breites Spektrum an Farben und beliefert auch die Industrie.

1880er

Die Brüder Fritz und Nikolaus Heitmann gründen ihre „Gebr. Heitmann, Köln, Fabrik giftfreier Farben“. Sie konzentrieren sich zunächst auf den Markt der Hausfärberei.

1884

Brauns und Heitmann bringen Eierfarben auf den Markt und in jeden deutschen Haushalt. Eier zum Osterfest bunt zu färben, ist bereits seit dem Mittelalter in Europa bekannt. Gefärbt hat man meist mit Naturfarben. Brillanter, bunter und fröhlicher geht es nun mit den synthetischen Eierfärbemitteln zu.

1890er

Markenpioniere: Brauns und Heitmann setzen schon früh auf Markenqualität. Am 4. Mai 1895 wird Brauns „Krone mit Schleife“ markenrechtlich geschützt. Am 4. Januar 1896 wird der „Fuchskopf im Stern“ mit den Initialen G. H. für Gebrüder Heitmann als Marke eingetragen. Zum Vergleich: Coca-Cola ist seit 1893 ein geschütztes Markenzeichen, die erste Persil-Packung seit 1907.

1896

Heitmann bietet zur Haushalts- und Wäschepflege nun auch Imprägniermittel, Entflecker und Möbelbeizen an.

Um 1900

Heitmann eröffnet eine Niederlassung im damals russischen Riga. In den Süden geht es 1928 mit einer Niederlassung in Barcelona. Brauns baut Filialen und Tochtergesellschaften in Amsterdam, Mailand, Warschau und Zürich auf.

1901

Auf der Brauns-Preisliste von 1908 findet man Farben für Stoffe, Leder, Kerzen, Bohnermassen, Seifen; Farben für Nahrungs- und Genussmittel wie Butter, Käse, Säfte, Liköre; Holzbeizen und auch Farben für Moos, Gräser und Blumen. Viele werden über Drogerien im „flotten Handverkauf " vertrieben.

1908

Brauns erweitert sein Sortiment um Entfärber, Fleckenwasser, Imprägniermittel und ähnliche Wäschepflege-Produkte.

1920er

Im II. Weltkrieg werden die Produktionsanlagen der Firma Heitmann in Köln zerstört. Die Nachfolger und Cousins der Firmengründer verlegen die Produktionsstätte und ihren Wohnsitz ins westfälische Warburg.

1943

Nach dem Krieg wird Deutschland geteilt – und auch Brauns. In Quedlinburg wird in kleinem Rahmen weiter produziert. In München entsteht die Wilbra (für Wilhelm Brauns) und später wieder Brauns genannte Anilinfarbenfabrik.

1946

Nach Versorgungsengpässen läuft bei Heitmann in Warburg die Produktion wieder an.

1948

Brauns verlegt seinen Firmensitz und die Produktion nach Bad Aibling.

1952

Der Betrieb in Quedlinburg wird nach und nach verstaatlicht und schließlich 1972 zur VEB Farb-Chemie Quedlinburg. Nun werden hier überwiegend Klebstoffe produziert.

1959

Die Wirtschaftswunderjahre sind für Brauns und Heitmann eher schwierige Jahre. Viele Menschen kaufen lieber neu, als beispielsweise Kleidung zu Hause zu färben.

1960er

Am 1. Oktober 1969 fusionieren die beiden Traditionsunternehmen zur Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG. Gemeinsam erreicht man eine stärkere Position im Markt und Wettbewerb, um die Zukunft des Unternehmens und Arbeitsplätze zu sichern. Die Firmensitze in Bad Aibling und Warburg bleiben erhalten.

1969

Eierfarben sowie Produkte zur Wäsche- und Haushaltspflege zählen zum Kerngeschäft von Brauns-Heitmann. Das Sortiment wird stetig um neue, innovative Produkte ergänzt.

1970er

Brauns-Heitmann etabliert eine neue Sparte: Dekorationsartikel. Sie entwickelt sich schnell zum großen Umsatzträger. Verkauft werden die Dekorationsartikel damals wie heute über den Lebensmitteleinzelhandel. Inzwischen gibt es von Brauns-Heitmann für jede Jahreszeit hübsche Dekoideen.

1971

Die Produktionsräume in der Warburger Altstadt werden zu klein. Deshalb erwirbt Brauns-Heitmann ein Grundstück im Warburger Gewerbegebiet Lütkefeld und baut dort nach neuesten Standards.

1974

simplicol wird eingeführt. Sie ist die erste kochfeste Textilfarbe zum Anwenden in der Waschmaschine.

1977

Damals ein Novum: Brauns-Heitmann setzt für seine Dekorationsartikel auf eigene Warendisplays. Auch andernorts zeigt Brauns-Heitmann Präsenz: Auf allen wichtigen Messen der Branche werden die Dekorationsartikel vorgestellt.

1980er

Nach vergeblichen Reprivatisierungsgesprächen mit der Modrow-Administration wird am 1. Juli 1990 die Wilbra-Chemie als GmbH der Treuhandanstalt gegründet und zum 1. Januar 1993 rückübertragen.

1990

Brauns-Heitmann bündelt seine Stärke. Warburg wird alleiniger Firmensitz.

1993

Brauns-Heitmann übernimmt die Unternehmen Annen-Chemie und Coturel.

1998

Zu jeder Saison eine bequeme Rund-um-Betreuung. Der Vollservice im Bereich Dekoration und Eierfarben wird eingeführt. In Warburg werden die Verkaufsdisplays bestückt, an die Einzelhändler ausgeliefert und im Geschäft von Servicemitarbeitern gepflegt.

1999

Durch den Zukauf von Krebs & Sohn baut das Unternehmen seine Dekorationssparte weiter aus, diesmal im Bereich des hochwertigen Christbaum-Glasschmucks.

2007

Eine neue Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgebäude versorgt das Unternehmen mit grüner Energie.

2010

Überzeugender Auftritt: Brauns-Heitmann führt einen umfassenden Relaunch seiner Marken durch. Ein modernes Design gehört ebenso dazu wie eine umfassende Präsenz in der digitalen Welt. Auf den Markenseiten im Internet finden die Kunden nun umfangreiche Tipps und Anregungen, der YouTube-Channel bündelt die praktischen How-to-Clips und über Facebook ist das Unternehmen mit seinen Kundinnen und Kunden verbunden.

2014

Bei den Dekorationsartikeln berücksichtigt der Relaunch die saisonale Ausrichtung noch stärker, auch im Logo. Den frischen Look spiegeln die neuen Internetseiten wider: Sie machen Lust aufs Dekorieren, Basteln und Eierfärben. Auf der YouTube- oder Facebook-Seite des Unternehmens finden Do-it-yourselfer viele hilfreiche Tipps und süße Ideen.

2014

Bei allen Neuerung und Veränderungen hat sich eines nie geändert: unser hoher Qualitätsanspruch. Er bildet die Messlatte für jede Neu- und Weiterentwicklung bei Brauns-Heitmann. Das zahlt sich aus: Für den Kunden ebenso wie für das Unternehmen. Als Kunde erhalten Sie ein hochwertiges, verlässliches Produkt. Und wir sind der Ansicht: Ein überzeugendes Produkt kauft man gern wieder. Kann es eine bessere Grundlage für ein gesundes Unternehmen und sichere Arbeitsplätze geben?

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